MODx Revolution ist da. Soll ich wechseln oder nicht?

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MODx

Nach drei Jahren Entwicklungszeit wurde nun die finale Version „Revolution“ meines favorisierten Content-Management-Systems MODx veröffentlicht. Das neue MODx Revolution hat im Gegensatz zur bisherigen Produktlinie MODx Evolution einen komplett neu programmierten Core und soll viele gewachsene und daher mehr oder weniger krude umgesetzte Problemlösungen durch neue, saubere Funktionalitäten ersetzen. Was ich bisher vom neuen Backend und den neuen Funktionen gesehen habe, sieht tatsächlich sehr vielversprechend aus.

Toll, aber …

Wo Licht ist, ist jedoch auch Schatten. So fehlt mir persönlich die komfortable Frontend-Editing-Funktionalität von MODx Evolution. Gerade Website-Redakteuren, die nur alle sechs Monate einmal eine kleine Änderung an ihrer Website vornehmen wollen, nehmen einfache Bearbeitungsmöglichkeiten direkt im Kontext des „normalen“ Website-Surfens die Angst vor dem komplizierten Hexenwerk „CMS“.

Auch die Anpassung der Formulare für die Inhaltsbearbeitung, die in MODx Evolution mithilfe des ManagerManagers geschah, ist bei MODx Revolution nun durch eine entsprechende Core-Funktionalität gelöst. Diese bietet im Gegensatz zum ManagerManager mehr Möglichkeiten. Doch während beispielsweise das Ausblenden von fünf nicht benötigten Eingabefeldern im ManagerManager mit lediglich einer einzeiligen Anweisung gelöst werden konnte, muss man bei MODx Revolution nun fünf einzelne Regeln anlegen, was natürlich länger dauert. (Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.)

Und nun die große Frage: Umstieg oder nicht?

Eine echte Upgrade-Funktion von der Evolution- auf die Revolution-Version gibt es (noch) nicht. Möglich ist ein solches Upgrade zwar. Doch soweit ich bisher recherchiert habe, ist das nicht unbedingt empfehlenswert. Zu viel hat sich geändert, zu viele Funktionen werden in der neuen Version auf andere Weise gelöst als bisher.

Wenn ich michael-van-laar.de in Zukunft also mit MODx Revolution betreiebn möchte, müsste ich voraussichtlich die komplette Website neu aufbauen. Ganz sicher bin ich mir noch nicht: Tue ich mir diese Arbeit an oder setze ich zunächst auch weiterhin auf MODx Evolution?

Gegen einen Wechsel spricht:

Für einen Wechsel spricht:

Ich werde wohl noch ein paar Mal darüber schlafen, bevor ich mich entscheide.


Kommentare


Thorsten Ulmer

Kommentar Nr. 1 · Thursday, 5. August 2010, 14:44 Uhr

Watt? Die Frontend-Editing-Möglichkeit ist weg? Warum das denn? Das fand ich eben für vollkommen unerfahrene User echt als Vorteil.
Ich hab meine neue Webseite seit letzer Woche von Design her fertig. Da müsste ich also echt mal an Revolution ran. Wie Du schon richtig sagst: Lieber bei mir als bei Kunden.


Frank

Kommentar Nr. 2 · Tuesday, 11. January 2011, 18:29 Uhr

Es gibt die Frontendmöglichkeit zum Nachrüsten, bzw. es wird dran gebaut. Hat den Arbeitstitel frontpage. Hab ich aber auch noch nicht zum Laufen bekommen...


Michael van Laar

Kommentar Nr. 3 · Tuesday, 11. January 2011, 23:12 Uhr

@Frank: Frontpage habe ich auch schon mal ausprobieren wollen, aber nicht zum Laufen bekommen. Wenn irgendwann auch TVs unterstützt werden, werde ich nochmal einen Blick darauf werfen.